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Grand Canyon, USA

 

Grand Canyon
 
Der Grand Canyon ist eine steile, etwa 450 Kilometer lange Schlucht  im Norden des US-Bundesstaats Arizona, die während Jahrmillionen vom Colorado River ins Gestein des Colorado-Plateaus gegraben wurde. Der größte Teil des Grand Canyon liegt im Grand-Canyon-Nationalpark. Der Canyon zählt zu den großen Naturwundern auf der Erde und wird jedes Jahr von rund fünf Millionen Menschen besucht.

Eine häufige Aktivität von Touristen besteht darin, die verschiedenen Aussichtspunkte anzusteuern und dabei das ein oder andere Stück des Canyonrandes zu Fuß zu erkunden. Hierzu wird der Rand des Grand Canyon hauptsächlich in zwei Gebieten, in der Umgebung des am Südrand gelegenen „Grand Canyon Village“ und in der Umgebung des am Nordrand gelegenen „Bright Angel Point“, an dem das dortige Informationszentrum liegt, durch Straßen erschlossen. Am Südrand ist ein 11 Kilometer langes Stück des Randes vom „Grand Canyon Village“ Richtung Westen zu „Hermits Rest“ ausschließlich mit Pendelbussen zugänglich („West Rim Drive“). Die für PKWs zugängliche Hauptstraße vom „Grand Canyon Village“ folgt 42 Kilometer Richtung Osten bis zum Aussichtspunkt „Desert View“ dem Verlauf des Canyons („East Rim Drive“).
Am Nordrand ist der Bright Angel Point zugänglich, wobei sich schon bei der Zufahrt stellenweise gute Ausblicke in Seitencanyons ergeben. Die Straße vom „Point Imperial“ bis zum „Cape Royal“ folgt auf 29 Kilometer dem Canyonrand. An diesem südlichsten Aussichtspunkt des North Rim sieht man unter anderem den Steinbogen des Angels Window. Diese Felsformation entstand durch Witterungseinflüsse. Regen, Wasseransammlungen, Eis, Wind etc. höhlten den Übergang zum Aussichtspunkt aus, sodaß ein Fenster entstand.
Daneben sind einzelne Punkte am Canyon über Schotterpisten erreichbar, insbesondere der am Nordrand gelegene „Point Sublime“, ein am Südrand gelegener Punkt im Havasupai-Reservat, von dem aus die im Canyon selbst liegende Indianersiedlung Supai zu Fuß, per Maultier oder per Helikopter erreicht werden kann, sowie ein ebenfalls am Südrand gelegener Punkt im Reservat der Hualapai, an dem 2007 der Grand Canyon Skywalk eröffnet wurde.
Um möglichst verschiedene Eindrücke des Canyons zu gewinnen, sind große Entfernungen zurückzulegen. Der Fußweg vom „Grand Canyon Village“ am Südrand zum „Bright Angel Point“ am Nordrand geht über 34 Kilometer, mit einem Fahrzeug sind jedoch 354 Kilometer zurückzulegen, da es keine Brücke über den Canyon gibt. Der Skywalk ist 390 Kilometer vom „Grand Canyon Village“ entfernt.

Für sportlichere Menschen bietet sich eine Wanderung in den Canyon oder im Canyon an. Für Übernachtungen innerhalb des Grand Canyon benötigt man eine Erlaubnis („Permit“). Sie kann frühestens vier Monate vor dem geplanten Termin beantragt werden. Die Zahl der Permits ist begrenzt. Für solche Touren gelten strenge Regeln, deren Einhaltung durch die Park Ranger überwacht wird. Tagestouren sind dagegen ohne Erlaubnis möglich.
Es gibt eine große Anzahl von Wegen im Canyon: am bekanntesten (und meistbegangen) sind der South Kaibab Trail vom Südrand zum Fluss und der Bright Angel Trail vom Nordrand entlang des Bright Angel Creek zum Fluss und dann wieder hinauf zum Südrand.
Wanderungen von einem der Ränder des Tals bis an den Fluss führen über 1.400 Höhenmeter, durch fünf Klimazonen und etwa 1,7 Milliarden Jahre Erdgeschichte. Im Sommer kann auch bei moderaten Temperaturen am Canyonrand im Inneren der Schlucht eine erhebliche Hitze herrschen. Selbstüberschätzung oder unzureichende Ausrüstung einiger Wanderer führen Jahr für Jahr zu komplizierten Rettungsaktionen und sogar zu Todesfällen. Nur am North Kaibab Trail und am Bright Angel Trail ist Trinkwasser verfügbar. Einige Unternehmen bieten Wanderritte durch die Schluchten des Grand Canyons auf Pferden oder Maultieren an.

Einen ausgiebigen Blick vom Fluss aus bieten Bootsfahrten. Da der Fluss nur an wenigen Stellen zugänglich ist, sind innerhalb von ein bis zwei Tagen entweder der nordöstliche Teil stromaufwärts von Lee's Ferry  oder der westliche Teil zwischen dem Diamond Creek  (im Reservat der Hualapai) und der Einmündung in den Lake Mead (vor allem South-Cove-Ausstieg) zu befahren. Eine Fahrt von Lee's Ferry bis zum Diamond Creek durch den zentralen Teil des Grand Canyon (364 Kilometer oder 226 Meilen) dauert drei oder mehr Tage. Üblich sind auch Befahrungen, während derer unterwegs für kleinere Wanderungen und/oder Klettereien angehalten wird und für die entsprechend mehr Zeit veranschlagt wird.
Bootstouren werden vor allem der Aussicht und der Berühmtheit des Grand Canyon wegen unternommen. Außerdem bietet der Colorado auch Wildwasser, dazwischen liegen allerdings lange Strecken ruhigen Wassers. Für den am häufigsten gepaddelten Flussabschnitt zwischen Lee's Ferry bis Diamond Creek (364 Kilometer) listet die amerikanische Wildwasser-Organisation American Whitewater nur 31 benannte Stromschnellen der Stufen II+ bis IV+ auf der VI-stufigen Wildwasserschwierigkeitsskala auf; auf den oft angehängten nächsten 83 Kilometer (59 Meilen) folgen sogar nur noch zwei weitere namentlich genannte Stromschnellen (Stand Januar 2010).
Seinen bis heute weit verbreiteten Ruf als extrem schwierigen Fluss für Rafting oder Wildwasserkanufahrten schuldet der Colorado hingegen hauptsächlich der Vergangenheit: Zum einen war seine Kraft tatsächlich größer, bevor er durch den Hoover- und den Glen-Canyon-Staudamm reguliert wurde. Zum anderen hat sich der Wildwassersport in den letzten 100 Jahren stark weiter entwickelt; mit modernen Wildwasserkanus, moderner Paddeltechnik - unter anderem der Eskimorolle - und nicht zuletzt moderner Sicherheitsausrüstung (Helme und Schwimmwesten) sind die Stromschnellen des Colorado, die zu Zeiten von Powells Expeditionen noch ehrfurchteinflößend waren, für erfahrene Wildwassersportler nichts Außergewöhnliches mehr. Die Herausforderung des Flusses bilden heute seine noch immer eindrucksvolle Wassermenge (Volumen) und vor allem seine relative Abgeschiedenheit, deretwegen schweres Gepäck für mehrere Tage mitgenommen wird, was die Boote schlechter manövrierbar macht. Kajakfahrer sind allerdings häufig mit Begleitrafts unterwegs, auf die Ausrüstung und Essen geladen werden. Dadurch ist die Befahrung selbst mit kleinen Spielbooten möglich, die für das nötige Gepäck weder genug Platz noch genug Auftrieb bieten würden.

Die Region eignet sich also ausgezeichnet für Abenteuerreisen. Informationen und Angebote:
Abenteuerreise USA

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar. Quelle: Wikipedia

 


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